Es gibt nur eine wahre Tabelle!
Finanzminister Schneider versucht sich als Sandmännchen

"Im Sport kommt kein Vereinsvorstand auf die Idee, seinen Fans einen Bronzeplatz als Erfolgsnachricht zu präsentieren, wenn sich der Verein in der offiziellen Schlusswertung im unteren Drittel der Platzierten bewegt. Finanzminister Schneider versucht sich als Sandmännchen, wenn er am heutigen Tag mitteilt, dass Niedersachsen bei der Übertragung des Tarifabschlusses auf die Beamtinnen, Beamten und Versorgungsempfänger/innen des Landes und seiner Kommunen im Ergebnis eines Ländervergleichs auf dem Siegertreppchen stehe.

Die einzig wahre Platzierung lässt sich nur über einen Vergleich der Jahreseinkommen vornehmen und bei diesem bewegt sich Niedersachsen immer im unteren Drittel, was sicherlich kein Ruhmesblatt ist. Die Antwort darauf muss also eine zeit- und inhaltsgleiche Übertragung des zweiten Teils des Tarifergebnisses sein, also bereits fünf Monate früher als von Schneider stolz verkündet. Selbst dann wird Niedersachsen damit nur minimal Plätze gut machen. Eine Sicherung und Steigerung der Attraktivität des Landes Niedersachsen lässt sich sowieso nur über einen Einstieg in den Abbau des bestehenden Besoldungs- und Versorgungsrückstandes von über 8 Prozent erreichen", so der NBB-Landesvorsitzende Friedhelm Schäfer in Reaktion auf eine Pressemitteilung des Niedersächsischen Finanzministers.

Schäfer weiter: „Der Besoldungs- und Versorgungsrückstand niedersächsischer Beamtinnen und Beamter sowie Versorgungsempfänger/- --innen, der schon im Jahr 2008 vom Verwaltungsgericht Braunschweig im Abgleich zu den Tarifbeschäftigten festgestellt wurde bleibt mit der zeitlichen Verschiebung nicht nur bestehen, er steigt sogar weiter an. Dies war bei der Entscheidung der Tarifgemeinschaft deutscher Länder zum Abschluss des Tarifvertrages bekannt. Was dort an Einkommenserhöhung richtig war kann jetzt nicht plötzlich falsch sein.