Fünf nach Zwölf – Zeit zu Handeln
Altersabgänge in Landesverwaltung steigen dramatisch an

„Der Nachwuchskräftebedarf im öffentlichen Dienst unseres Landes steigt in den kommenden Jahren bedingt durch die Entwicklung bei den Altersabgängen und zugleich deutlich geringerer Berufseinsteigerzahlen enorm an. Seit Jahren gibt es keine Antwort der Politik darauf, wie sie sich eine Lösung des bekannten Problems vorstellt. Es ist eigentlich schon fünf nach Zwölf, deshalb muss auch mit dem Landeshaushalt 2015 ein erster deutlicher Schritt durch höhere Einstellungszahlen getan werden, damit diese Kräfte in 2017/2018 zur Verfügung stehen. Es gilt auch, im Zuge der anstehenden Schaffung eines eigenständigen Besoldungsgesetzes für Niedersachsen, Lösungswege über monetäre Anreize zu unterstützen; bspw. durch verbesserte Eingangsbesoldungen und -ämter. An dem Fakt, dass sich die jährlichen Altersabgangszahlen in den Jahren ab 2017 durchschnittlich um 50 % erhöhen, kann niemand vorbeisehen, der für die Zukunft unseres Landes Verantwortung trägt.“, erklärte der NBB-Landesvorsitzende Friedhelm Schäfer mit Blick auf die Erkenntnisse aus dem aktuellen Personalstrukturbericht des Landes am heutigen Tag in Hannover.

Schäfer weiter: „Es ist ein Irrglaube, dass die Altersabgänge in der Bevölkerung unseres Landes insgesamt die Dimension des Problems eingrenzen. Prognostiziert sind solche im Umfang von 2,91 Prozent bis zum Jahr 2022, bei gleichzeitig 26,1 Prozent Altersabgängen in der Landesverwaltung. Vergessen darf man dabei auch nicht, dass es eine Vielzahl von Aufgaben gibt, die nicht durch die Zahl der Einwohner/innen beeinflusst werden. Bedenken muss man auch, dass die Alterstruktur der Bevölkerung auch einen personellen Mehrbedarf auslösen wird.“