GEW Totengräber der verbeamteten Lehrer/innen?
Vorstoß von Eberhard Brandt inakzeptabel

„Der NBB und seine Mitgliedsgewerkschaften und -verbände stehen uneingeschränkt hinter dem Beamtenstatus für Lehrer/innen in Niedersachsen. Die Rechtslage und die Rechtsprechung in Deutschland ist eindeutig und es gibt gute Gründe keine Veränderung am Status herbeizuführen. Lehrerinnen und Lehrer üben hoheitliche Aufgaben aus; das in der Niedersächsischen Verfassung garantierte Grundrecht auf Bildung steht aus unserer Sicht ebenfalls dem Streikrecht entgegen. Ein Aushandeln der Arbeitsbedingungen, wie Eberhard Brandt sie für die GEW fordert, steht ebenfalls dem Berufsbeamtentum entgegen. Damit bewirbt sich die GEW Niedersachsen um den Job des Totengräbers der Verbeamtung von Lehrerinnen und Lehrern, auch wenn sie dieses angeblich weiterhin sichern möchte“, sagte Friedhelm Schäfer am heutigen Tag in Hannover in Reaktion auf den Vorstoß der GEW Niedersachsen für ein Streikrecht für Lehrerinnen und Lehrer.

Schäfer weiter: „Streiks von Lehrkräften treffen immer die Falschen, die Schüler/innen und deren Eltern, auf deren Solidarität aber alle an guter Bildung Interessierten nicht verzichten sollten. Die Lehrer/innen in Niedersachsen sind gut beraten, wenn sie einem Streikaufruf des Lautsprechers der niedersächsischen GEW Eberhard Brandt zu gegebener Zeit nicht folgen und zudem über ihre gewerkschaftspolitische Orientierung nachdenken. Brandt verschweigt, welche vielfältigen Konsequenzen ein Streik und erst recht eine Entbeamtung nur für die Lehrer/innen selbst haben würde. Gegen unzumutbare Entscheidungen im Lehrer/innen-Bereich gilt es mit den Möglichkeiten anzugehen, die das Beamtenrecht bietet. Solches begrüßen wir ausdrücklich.“