dbb-Landeschef Schäfer: Übertragung des Tarifergebnisses eine Selbstverständlichkeit - aber nur ein Teil der Besoldungserwartung für Niedersachsen

„Ich habe keinen Zweifel daran, dass die Ergebnisse des gestrigen Abschlusses für die Tarifbeschäftigten der Boden für eine Anpassung von Besoldung und Versorgung für den Landes- und Kommunalbereich sein werden. Darunter geht gar nichts. Es ist aber nur der Boden, denn unsere bisherige Besoldungs- und Versorgungsforderung für das Jahr 2009 von durchschnittlich 7,5 Prozent bleibt unverändert bestehen. Das ist auch mehr als berechtigt, denn wir haben auch nach Umsetzung des gestrigen Tarifergebnisses einen 8-prozentigen Besoldungs- und Versorgungsrückstand, den es endlich abzubauen gilt“, so der Vorsitzende des niedersächsischen dbb Friedhelm Schäfer am heutigen Tag in Hannover.

Schäfer weiter: „Der Ministerpräsident ist am heutigen Tag über die Beibehaltung unserer Besoldungs- und Versorgungsforderung informiert worden. Wir erwarten schnell ein Signal dahingehend, wie seine Vorstellungen sind. Jetzt zählt kein Kneifen mehr, wie es bisher bezogen auf unsere seit April 2008 bestehende Besoldungs- und Versorgungsforderung praktiziert wurde; jetzt zählt nur noch handeln und entscheiden. Wir erwarten Gerechtigkeit, also den Abbau des Rückstandes, im Übrigen auch, um die Marktfähigkeit des Landes Niedersachsen beim Werben um die besten Kräfte für die Landes- und Kommunalverwaltung zu verbessern. Mehr Geld als durch gutes Personal, welches gut besoldet werden muss, kann man nicht sparen. Wer das Zukunftsland Niedersachsen will, der muss jetzt handeln.“

Nachrichtlich: Besoldungs- Versorgungsforderung 2009 vom 16. April 2008

  1. Die Grundgehaltssätze werden zum 1. Januar 2009 um 100,- Euro angehoben.
  2. Die (so erhöhten) Grundgehaltssätze, der Familienzuschlag und die Allgemeine Stellenzulage werden zum 1. Januar 2009 linear um 4 Prozent erhöht.
  3. Die Anwärtergrundbeträge werden zum 1. Januar 2009 um 70,- Euro angehoben.

Erläuterung/Hintergründe:

Mit dieser Forderung wird die Entwicklung im Bereich der Lebenshaltungskosten und der Einkommensentwicklung abgedeckt.

Zweifelsfrei bestehende Jahresbesoldungs- und Jahresversorgungsrückstände werden damit erst ansatzweise ausgeglichen.