Durchsichtiges Spiel des Steuerzahlerbundes
Erneut einseitige Stimmungsmache gegen Öffentlichen Dienst

„Es war ja zu erwarten, dass Herr Zentgraf vom Bund der Steuerzahler jetzt zur Sanierung des niedersächsischen Landeshaushalts Opfer von den Pensionären fordert. Er betreibt - wie immer - wider besseren Wissens ein durchsichtiges Spiel. Er verschweigt, dass die Pensionäre bereits seit Jahren in erheblichem Umfang zur Reduzierung der Ausgaben unseres Landes beitragen. Sie haben ein um mindestens 8 Prozent reduziertes Jahreseinkommen. Er verschweigt, dass sein Vergleich mit einem Durchschnittsrentner systembedingt nicht zulässig ist. Er verschweigt, dass unser Land aus den Besoldungsverzichten der Aktiven für deren Pensionen hätte entsprechende Rücklagen bilden müssen. Er verschweigt, dass über Jahrzehnte die Allgemeinheit von den nicht vollzogenen Rücklagen - beispielsweise durch den Bau von Straßen und Investitionen in Bildung - erheblich profitiert hat. Er verschweigt, dass die von ihm beschriebene Situation seit langem bekannt ist und entsprechende Maßnahmen bereits auf den Weg gebracht wurden bzw. in der Diskussion sind“, so der niedersächsische dbb-Landesbundvorsitzende Friedhelm Schäfer zu entsprechenden Forderungen des Steuerzahlerbundes vom Wochenende.

„Ein sinnvoller Beitrag von Herrn Zentgraf zur aktuellen Diskussion wäre aus Sicht des niedersächsischen dbb gewesen, die Ausschöpfung der vorhandenen Steuerquellen einzufordern. Allein dadurch würde sich die dramatische Haushaltssituation deutlich entkrampfen lassen. Aber das dürfte den Anliegen von Zentgraf’s Klientel nicht gerade entsprechen", so Schäfer, "da wird lieber das alte Feindbild gepflegt."