Fakten zählen – Durchsichtige Neidkampagne
Suggerierte Pensionszahlungen gehören ins Reich der Fabeln

"Fakt ist, dass der durchschnittliche Versorgungsempfänger im Land Niedersachsen und seinen Kommunen eine jährliche Pension von etwas über 30.000,- Euro bezieht. Diese ist dann noch zu versteuern und davon ist noch die private Krankenversicherung in Höhe von mehreren hundert Euro pro Monat zu bestreiten. Ein ehemaliger Justizvollzugsbeamter hat beispielsweise eine Jahrespension von unter 25.000,- Euro. Unseriös ist, wenn durch eine undifferenzierte Berichterstattung der Eindruck erweckt wird, er hätte eine Jahrespension von 80.000,- Euro. Eine solche Medienbearbeitung der Studie über die Vermögensverteilung in Deutschland führt nicht zu der auch vom DIW gewollten sachlichen Auseinandersetzung mit dem eigentlichen Thema. Sie bedient ausdrücklich nur die Betreiber einer seit langem geführten, unsachlichen Neidkampagne“, so der NBB-Landesvorsitzende Friedhelm Schäfer in Reaktion auf heutige Presseberichterstattungen über die Veröffentlichung der DIW-Studie.

Schäfer erläuternd: „ Wer so etwas macht, darf nicht verschweigen, dass die niedersächsischen Pensionäre bereits seit Jahren ein um mindestens 8 Prozent reduziertes Jahreseinkommen haben. Er darf auch nicht verschweigen, dass ein Vergleich mit einem Durchschnittsrentner systembedingt nicht zulässig ist.“

„Mich ärgert, dass in solchen Diskussionen vollkommen außer Betracht bleibt, was für Leistungen die Versorgungsempfängerinnen und Versorgungsempfänger als Beamtinnen und Beamte ihr Leben lang für unser Land und seine Kommunen und damit für jeden Bürger erbracht haben. Jüngstes Beispiel ist die Umsetzung der Maßnahmen zur Milderung der bestehenden Finanz- und Wirtschaftskrise. Nicht thematisiert wird zudem, dass die Besoldung und Versorgung von Beamten in einem eigenständigen System geregelt ist, welches Vergleiche nur bedingt zulässt “, so Schäfer weiter.