Trennung der Alterssicherungssysteme
Personalgewinnung wird nicht leichter

„Der Ansatz, durch eine Trennung der Alterssicherungssysteme mögliche Wechsel zwischen einem Beamtenverhältnis und einer Tätigkeit in der Privatwirtschaft attraktiver zu machen, ist richtig. Die Landesregierung setzt damit vom Grundsatz her eine langjährige Forderung von uns um. Bedauerlich ist aber, dass sie nicht den Mut hat, bei Einsteigern in das Be-amtenverhältnis optional auch eine Trennung der Alterssicherungssysteme anzubieten. In dieser Konstellation verbleibt es beim alten Rechtsstand. Mit Blick auf die Personalgewinnung in Zeiten des demografischen Wandels eine Fehlentscheidung, die vom Landtag revidiert werden sollte“, so Friedhelm Schäfer, der Landesvorsitzende des NBB am heutigen (11. Oktober 2011) Mittag in Reaktion auf den Beschluss der Landesregierung zur Trennung der Systeme.

Schäfer weiter: „Wenn das aktuell beim Einsteigen in das Beamten-verhältnis geltende Recht fort gelten soll, weil es nach Auffassung des Finanzministeriums angeblich generell attraktiver ist als eine Trennung der Alterssicherungssysteme, dann spricht doch gar nichts dagegen, diese trotzdem auch beim Einstieg anzubieten. Zumindest den einen oder anderen „Einzelfall“, welcher doch von einer Trennung profitieren würde, der bisher nicht zum Einstieg in das Beamtenverhältnis zum Land Niedersachsen bereit war, könnte man dadurch gewinnen.“ „Wenn man unseren Vorstellungen schon nicht folgen will, sind aber mindestens Klarstellungen und Ergänzungen mit entsprechender Verbindlichkeit bei den Regelungen zur Anrechnung von Vordienstzeiten im Rahmen des Gesetzgebungsverfahrens notwendig“, so Schäfer abschließend.