Demographischer Wandel verändert Niedersachsen und seine Verwaltung Wettbewerb der Ideen nötig – Beteiligungsvereinbarung mit uns mit Leben füllen

„Ich erwarte, dass ab sofort auf der Basis des Landesregierungsentwurfs eines Handlungskonzeptes Demographischer Wandel ein entsprechender Dialog über die unsere Mitgliedschaft direkt oder indirekt betreffenden Themenfelder begonnen wird. Nicht nur, weil die zwischen der Landesregierung und den Gewerkschaftlichen Spitzenorganisationen bestehende Beteiligungsvereinbarung dieses explizit vorsieht, sondern auch weil das Handlungskonzept selbst mit seinem ganzheitlichen Ansatz nur globale und wenig konkrete Ansätze in den uns berührenden Themenfeldern aufzeigt und aufzeigen kann. Es geht um die Zukunft unseres Landes, da reichen auf Dauer keine Allgemeinplätze und ein aktuell aufgebauter Zeitdruck. Unabhängig davon werden wir in dem kurzen für eine Stellungnahme zur Verfügung stehenden Zeitraum von gerade mal fünf Wochen erste Vorschläge für eine auf die Landesverwaltung und deren Aufgaben anwendbare ressortübergreifende Demografiestrategie machen, die wir als zwingend notwendig ansehen“, so der NBB-Landesvorsitzende Friedhelm Schäfer in der Nachbetrachtung des gestrigen Demographiegesprächs der Landesregierung in Hannover.

Schäfer weiter: „Wir brauchen bezogen auf die Landesverwaltung und deren Beschäftigte einen Wettbewerb der Ideen darüber, wie die Rolle der Verwaltung in einem sich durch den Demographischen Wandel verändernden Niedersachsen aussehen soll. Wir brauchen darauf basierende Anforderungsprofile an und Perspektiven für das bestehende und künftig zu gewinnende Personal. Dann halten wir unser Land auf einem guten Kurs. Sicherlich werden wir selbst danach auf der Strecke der Veränderungen noch in einer Reihe von Punkten Umsteuerungen vornehmen müssen, aber es wird dann nur noch um geringfügige Korrekturen gehen, denn die Faktenlage für die nächsten Jahre steht unverrückbar fest.“

„Ich kann nur davor warnen, dieses Thema in die Niederungen eines Landtagswahlkampfes runter zu ziehen. Die ersten Reaktionen nach der Vorlage des Entwurfs lassen leider Schlimmes befürchten. Die nicht diskutable, weil feststehende Faktenlage ist aber eigentlich die beste Basis für eine parteiübergreifende Arbeit an erforderlichen Strategien für die diversen Handlungsfelder. Mit dem Willen das Beste für unser Niedersachsen auf den Weg zu bringen, sollte dieses generell möglich sein wie auch in möglichst vielen Punkten eine Konsenslösung zu erarbeiten. Dieses ist ein deutlicher Appell an die politischen Verantwortungsträger/innen im Lande, gemeinsam auch über einen Landtagswahltermine hinweg an Strategien zu arbeiten“, so Schäfer abschließend.